BiBeKiTa – Wer wir sind und was wir wollen

Wer sind wir? 

Wir sind eine Gruppe von Eltern, die zum größten Teil unmittelbar von dem KiTa-Platz-Mangel in Eibelshausen betroffen sind oder waren. Nachdem es trotz verschiedener Versuche im Laufe des letzten Jahres als Einzelpersonen nicht gelungen ist, mit Gemeindepolitikern in Kontakt zu treten und uns Gehör für die Situation der betroffenen Familien zu verschaffen, haben wir Ende September 2019 die Bürgerinitiative BiBeKiTa – Bürgerinitiative für bedarfsgerechte Kindertagesstättenplätze in Eibelshausen – ins Leben gerufen.

Bei der von uns vom 26.09. bis 11.11.2019 durchgeführte Online-Petition haben 561 Interessierte unterschrieben, davon 401 BürgerInnen aus Eschenburg. Diese Petition werden wir am 03.02.2020 um 16.00 Uhr am Rathaus der Gemeinde übergeben. Dazu sind alle #Unterzeichner und Unterstützer ganz herzlich eingeladen. Da wir die vorgegebene Unterschriften-Anzahl erreicht haben, wird „OpenPetition“, über die wir diese Online-Petition organisiert haben, nun selbständig an die Gemeindepolitiker herantreten und Stellungnahmen zum Thema einholen.

Was wollen wir?

Unser größtes Ziel ist es uns dafür einzusetzen, dass hier in Eibelshausen genügend KiTa-Plätze entstehen. Um dies zu schaffen ist es aktuell wichtig ein Bewusstsein bei den verantwortlichen Politikern zu schaffen, was es konkret für Familien bedeutet, keinen KiTa-Platz im Wohnort zu bekommen. Es ist uns ein Anliegen, dass das Thema weiterhin im Fokus der Politiker bleibt und weiter nach nachhaltigen Lösungen zur KiTa-Erweiterung im Ort gesucht und um deren Umsetzung gerungen wird, da wir die aktuellen Lösungsansätze in Eiershausen und Simmersbach nicht für sinnvoll und „bedarfsgerecht“ halten. Außerdem möchten wir möglichst viele Familien möglichst früh über den bestehenden Mangel an KiTa-Plätzen informieren.

Warum ist uns die KiTa im Ort so wichtig?

Allem voran ermöglicht die KiTa im Wohnort den Kindern ein Aufwachsen und Freundschaften schließen und pflegen können mit den Gleichaltrigen, mit denen sie auch eingeschult werden. Damit schafft man Sicherheit und somit gute Bedingungen für die Entwicklung der Kinder. Wohingegen unnötige KiTa-Wechsel (bei Freiwerden eines KiTa-Platzes im Wohnort) für eben jene Entwicklung nicht förderlich sind. Häufige KiTa-Wechsel können ebenfalls ein Problem für die jeweiligen Kindergärten darstellen. Neben den Nachteilen, die dem Kind entstehen, gibt es auch etliche Probleme, die auf die betroffenen Familien zukommen. So wird das Vorhandensein eines (zweiten) PKW aufgrund mangelnder Infrastruktur im Öffentlichen Verkehrsnetz vorausgesetzt, um Kinder in die KiTa im Nachbarort zu fahren. Auch erschwert ein Mangel an KiTa-Plätzen im Wohnort den Wiedereinstieg ins Berufsleben vor allem für die Mütter. Insgesamt bedeutet es für Familien, die keinen KiTa-Platz im Wohnort bekommen, einen zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Mehraufwand. Die Hürden, die durch die fehlenden KiTa-Plätze im Wohnort für Familien geschaffen werden, führen zu sozialen Ungerechtigkeiten, da Familien nicht mehr die gleichen Chancen haben ihr Kind in den Kindergarten zu bringen (bspw.: Familien mit höherem Einkommen können eher einen Krippenplatz als Sprungbrett in den Kindergarten bezahlen oder haben eher die Möglichkeit einen zweiten PKW anzuschaffen).

Darum setzen wir uns dafür ein, dass die KiTa-Plätze möglichst genau dort geschaffen werden, wo der tatsächliche Bedarf besteht – eben „bedarfsgerecht“.

Auszug aus Sozialgesetzbuch (SGB) – Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe – (Artikel 1 des Gesetzes v. 26. Juni 1990, BGBl. I S. 1163)
§ 24 Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege

(3) Ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben darauf hinzuwirken, dass für diese Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen zur Verfügung steht. Das Kind kann bei besonderem Bedarf oder ergänzend auch in Kindertagespflege gefördert werden.

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